Melanie Bianchi über ihre einjährige Instagram-Pause

Melanie Bianchi über ihre einjährige Instagram Pause

Im Leben von Instagram-Persönlichkeiten läuft immer alles perfekt, deswegen sehen sie auf jedem Bild so glücklich aus! Dass das leider nicht immer so ist, erfahren wir heute im emotionalen Blogbeitrag von Melanie Bianchi, in dem sie über die persönlichen Beweggründe ihrer einjährigen Instagram-Abstinenz berichtet:

1 Jahr Insta-Detox…Einfach ehrlich!

WARUM habe ich mir eine so lange Auszeit von Instagram genommen, werde ich beinahe täglich gefragt. Meine Antwort: „Wir haben uns den Traum einer 4-köpfigen Familie erfüllt. Uns wurde ein zweites Kind geschenkt!“. Basta, mit dieser Antwort ist fast jeder zufrieden.

Doch so einfach war das nicht…
Flashback gemischter Gefühle, Frustration und Angst, Freude, Glückseligkeit…und, und, und. Bekannt bin ich für mein breites Lächeln, die Freude am Fahrradfahren und an der Natur. Eines Tages ging es einfach nicht mehr. Ich war noch nie ein Fan aufgesetzter Freude und wollte niemanden anlügen. Im Oktober letzten Jahres habe ich entschieden, mich von meinen Followern zu verabschieden. Für wie lange wusste ich selber nicht.

Was hinter der Frustration steckte?
Wisst ihr, eine Frau zu sein ist manchmal gar nicht so einfach. Rein biologisch hat man die Aufgabe Kinder in die Welt zu setzen. Das ist toll, wenn einem die Entscheidung: wann, wie und ob überhaupt, selbst überlassen wird. 2017 wurde unser erster Sohn geboren und eigentlich war alles perfekt, so wie es war. Wir liebten und lebten das Leben einer Kleinfamilie.

Ein Jahr später, im Herbst 2018, musste ich mich einer Operation unterziehen, die eine weitere Schwangerschaft so gut wie unmöglich machte. Mein Mann und ich wollten uns vor weiteren Tränen bewahren, schlossen eine weitere Schwangerschaft aus und machten dort weiter, wo wir stehen geblieben waren.

Irgendwann,… nachdem einem die Entscheidung eigentlich schon abgenommen wurde, war der Wunsch nach einem zweiten Kind so groß, dass es zur täglichen Belastung wurde. Wir suchten Ärzte auf, machten Untersuchungen. „Ist es möglich? Wie groß ist das Risiko, dass es schief geht?“, fragten wir. Eine uns genügende Antwort konnte uns niemand geben. Der Traum einer 4-köpfigen Familie schien uns so weit weg. „Entweder es geht gut oder nicht. Probiert einfach.“, hat mir eine Ärztin gesagt. Tja… das haben wir auch getan, erfolglos, über Monate. Mein breites Lächeln verschwand, mit jedem Monat mehr. Ich konnte es nicht mehr erzwingen. Es folgte mein persönlicher Lockdown.

Und da war er… Schwangerschaftstest der 16te, POSITIV, was für ein Weihnachtswunder. Ich war schwanger mit unserem zweiten Kind. Ich wurde kugelrund und überglücklich. Mitte August wurde unser Sohnemann geboren und wir sind unendlich dankbar, dass uns dieser Wunsch erfüllt wurde.

Fotos: Martin Nußbaumer

Mein Lächeln ist zurück und das strahlender als je zuvor… voller Lebensfreude und Dankbarkeit. Nun kann ich euch wieder auf meine Abenteuer mitnehmen. Und ich freue mich darauf.

Ich springe nicht die größten Sprünge, ich bin nicht die Schnellste, aber ich bin die ‚stolzeste‘ 2-fach Mama die auf dem Fahrrad sitzt.

Ich möchte mich noch auf diesem Weg bei meinem großartigen Mann bedanken. Weil er mich immer ermutigt, an meine Träume zu glauben, an schlechten Tagen mir meinen Helm in die Hände drückt, mich auf mein Fahrrad setzt und auf die Trails schubst. Denn er weiß, Fahrradfahren löst die meisten Probleme, macht den Kopf frei und ist die beste Medizin der Welt. Danke Francesco.

 

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